Rechenprofi Schafkopf Spieler

Beim Schafkopf muss ein Spieler Augen und Ohren offen halten, und auch mit dem Kopf die ganze Zeit beim Spiel dabei sein. Das ganze Spiel besteht aus Rechnungen, Zahlen und Merkfähigkeit. Es beginnt schon, wenn man als Spieler mitzählen muss, wie viele Trümpfe – außer denen in der eigenen Hand noch im Spiel sind. Vor allem beim Solo, wenn man gegen drei Spieler spielt, die nichts anderes im Sinn haben, um das Solo zu kippen, und den Spieler zum Verlierer zu machen.

Die Trümpfe im normalen Spiel, das mit langer Karte, also mit allen 32 gespielt wird, sind vier Ober, vier Unter, und sechs Herz-Karten. Sich zu merken, welche Karten noch kommen, und welche schon gefallen sind, kann bei manch schneller Runde durchaus schwer sein. Geübte Spieler, denen die Schafkopf Regeln in Fleisch und Blut übergegangen sind, reagieren oft genervt auf einen Neuling, der noch mitrechnen muss.

Auch die Punkte, also die Kartenwertigkeiten müssen mitgerechnet werden. Gute Schafkopf Spieler können zu jeder Zeit einer Runde sagen, wer wie viele Punkte in seinen Stichen schon für sich verbuchen kann. Das As zählt elf Punkte, der König vier, der Ober drei Punkte. Der Unter zählt zwei Punkte, jeder Zehner zehn. Die Karten von der Neun abwärts haben keinen Wert. Beim kurzen Schafkopf sind Achten und Siebenen nicht mit im Spiel, jeder bekommt nur sechs Karten.

Gewonnen hat, wer als Spielführer mit seinem Mitspieler, oder bei einem Solo allein, 61 oder mehr der insgesamt 120 Punkte für sich verbuchen kann. Schaffen die Gegenspieler, 60 Punkte zu erreichen, hat man sowohl Solo als auch As-Spiel verloren. Die Spieler, die 30 Punkte nicht erreichen, sind „Schneider“, was eine extra Gebühr kostet.

Die Kosten, die pro Spiel anfallen, sind von Tisch zu Tisch verschieden, und sollten vor Spielbeginn abgesprochen werden, um Streitigkeiten zu vermeiden.