Schafkopf Turniere – Sport, Mathematik oder Vergnügen?

Das Schafkopfen ist nicht nur ein Spiel für den Stammtisch, an dem sich dann die Spieler bei einem gemütlichen Bier treffen, um sich dann den Abend und die Karten um die Ohren zu schlagen. Auch im Internet besteht nicht der einzige Sinn des Online-Schafkopf darin, um Geld zu spielen, und dabei möglichst wenig zu verlieren. Viele Spieler schätzen es, ihr Glück und ihr Können in Turnieren mit anderen Teilnehmern zu messen.

Gegen eine Teilnahmegebühr kann man sich in eine Mitspieler-Liste eintragen lassen; das Startgeld wird dazu verwendet, die ausgeschriebenen Preise zu bezahlen. Ist die Liste komplett – es wird meistens ein zeitlicher Anmeldeschluss verkündet – werden die Plätze an den Tischen ausgelost. Wenn alle Spieler ihren Platz eingenommen haben, werden, je nach Turnier, jeweils mehrere Blöcke aus mehreren Spielrunden gespielt. Nach jeder der Runden werden die Plätze neu vergeben, um eine größtmögliche Gerechtigkeit für alle Spieler zu schaffen.

Pro gespieltes Spiel werden Punkte vergeben. Gewonnene Spiele geben eine gewisse Punktzahl, Solos mehr, Schneider und Schwarz hingegen Minuspunkte oder nichts – je nach Turnierregeln, die von Verein zu Verein und von Ort zu Ort variieren. Für jeden Spieler wird an jedem Tisch eine Liste mitgeführt, die nach der letzten Runde, wenn alle Tische ihre Spiele beendet haben, ausgewertet. Sieger ist, wer die meisten Punkte hat, und so werden nach der Reihe die Plätze vergeben. Die Preise sind Sachpreise – meistens Fleisch und Wurstwaren, manchmal aber auch Biergläser oder andere nette Artikel.

Oftmals wird in den Turnieren auf Wenz, Geier und die jeweiligen Farbspiele dieser Kategorie verzichtet; es gibt also nur Sauspiel und Solo. Auch Schieberrunden oder andere Besonderheiten fallen weg. Ob am Tisch um Geld gespielt werden darf, bestimmen ebenfalls die jeweiligen Turnierregeln – der Anreiz ist natürlich höher.
Spielkönnen, Geduld und ein klarer Kopf gehören zu einem Turniersieg, ebenso wie die Fehler der Gegner, und das Glück beim Erhalt der Karten. Die Kombination aus allem entscheidet auch letztendlich, wer mit einem halben Schwein, und wer mit der Schwarzwurst oder dem Saukopf nach Hause geht.