August 2010 Archiv

Ein Begriff, verschiedene Theorien

Eigentlich tappen die Historiker noch immer im Dunkeln, wenn es um die Frage geht, seit wann es das Schafkopfspiel überhaupt gibt, und woher der Name stammt. Bekannt ist nur, dass sich Landsknechte im 16. und 17. Jahrhundert mit Kartenspielen die Zeit vertrieben haben. Diesen Männern ist es auch zu verdanken, dass Kartenspielen, das ja ein Privileg des Adels war, zum Volksvergnügen für jeden Stand wurde. Und wenn noch weiter zurück geschaut wird, dann wird der Urahn aller Kartenspiele, nämlich „Tarock“ entdeckt. Diese Spielart entstand vor 1450 in Italien und verbreitete sich während der Habsburger Monarchie in Mitteleuropa. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit, vermutlich im 17. und 18. Jahrhundert, das Schafkopfspiel. Aus diesem entstand im Laufe der Zeit das Kartenspiel Skat , das von drei Spielern gespielt wird und sonst vor allem durch den Reizprozess abweicht. Ein anderer Ableger ist das so genannte Doppelkopf , ein höchst amüsantes Kartenspiel, das mit 2! Kartenblättern ohne 7 und 8, also mit 48 Karten auf vier Spieler verteilt gespielt wird.
. Ein anderer Urahn für die Spielart, so wird vermutet, könnte das Karnöffel-Spiel sein. Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde das Spiel in Nördlingen im Jahre 1426. Die Verteilung der Trümpfe war ähnlich wie beim Schafkopfen. So wurde der Landknecht „Karnöffel“ genannt, und war als Unter die höchste Karte im Spiel. Er konnte nicht nur den Ober stechen, sondern auch die restlichen Kartengrößen seiner Zeit wie “Kaiser” oder “Papst”. Unsere Freunde in Österreich spielen hingegen Schnapsen oder auf Bauernschnapsen , das sich zwar in Kleinigkeiten unterscheidet, aber wichtige Apeskte wie Trumpf oder die Werte der Karten sind faszinierenderweise bei allen diesen Spielen exakt gleich.

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Geposted von Jan am Aug 10, 2010