Ein Begriff, verschiedene Theorien
Eigentlich tappen die Historiker noch immer im Dunkeln, wenn es um die Frage geht, seit wann es das Schafkopfspiel überhaupt gibt, und woher der Name stammt. Bekannt ist nur, dass sich Landsknechte im 16. und 17. Jahrhundert mit Kartenspielen die Zeit vertrieben haben. Diesen Männern ist es auch zu verdanken, dass Kartenspielen, das ja ein Privileg des Adels war, zum Volksvergnügen für jeden Stand wurde. Und wenn noch weiter zurück geschaut wird, dann wird der Urahn aller Kartenspiele, nämlich „Tarock“ entdeckt. Diese Spielart entstand vor 1450 in Italien und verbreitete sich während der Habsburger Monarchie in Mitteleuropa. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit, vermutlich im 17. und 18. Jahrhundert, das Schafkopfspiel. Aus diesem entstand im Laufe der Zeit das Kartenspiel Skat , das von drei Spielern gespielt wird und sonst vor allem durch den Reizprozess abweicht. Ein anderer Ableger ist das so genannte Doppelkopf , ein höchst amüsantes Kartenspiel, das mit 2! Kartenblättern ohne 7 und 8, also mit 48 Karten auf vier Spieler verteilt gespielt wird.
. Ein anderer Urahn für die Spielart, so wird vermutet, könnte das Karnöffel-Spiel sein. Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde das Spiel in Nördlingen im Jahre 1426. Die Verteilung der Trümpfe war ähnlich wie beim Schafkopfen. So wurde der Landknecht „Karnöffel“ genannt, und war als Unter die höchste Karte im Spiel. Er konnte nicht nur den Ober stechen, sondern auch die restlichen Kartengrößen seiner Zeit wie “Kaiser” oder “Papst”. Unsere Freunde in Österreich spielen hingegen Schnapsen oder auf Bauernschnapsen , das sich zwar in Kleinigkeiten unterscheidet, aber wichtige Apeskte wie Trumpf oder die Werte der Karten sind faszinierenderweise bei allen diesen Spielen exakt gleich.
Doch woher der Name Schafkopf kommt, ist noch rätselhafter wie der Ursprung des Spiels selbst. Drei verschiedene Theorien sind bekannt, doch ist keine ernsthaft erforscht worden.
Die erste Möglichkeit besagt, dass der Name wörtlich zu verstehen ist. Dabei hätten früher die Kartenspieler die gewonnen Spiele mit neuen Kreidestrichen zu einem Schafskopf zusammengefügt.
Die nächste Theorie geht davon aus, dass der Name Schafkopf selbst nichts mit dem Kopf eines Schafes zu tun hätte, sondern von der Unterlage auf der früher gespielt wurde. Als Spieltisch diente in den Wirthäuser einst ein Fass, das „Schaff“ genannt wurde, und der Deckel von einem Fass mit „Kopf“ bezeichnet wurde. Werden die zwei Wörter zusammengesetzt, so könnte tatsächlich mit etwas Fantasie aus „Schaff“ und „Kopf“ Schafkopf entstanden sein.
Der Name Doppelkopf ist wohl aus dem doppelten Kartenblatt enstanden, das liegt relativ nahe. Wer sich zu den Ansage Konventionen informieren möchte, findet auf der genanten Seite ganz hilfreiche Informationen.
Die dritte Theorie besagt hingegen etwas ganz Anderes. Demnach geht es darum, das Vorurteil vom dummen Kartenspieler zu entkräften. Weil beim Schafkopfen der Spieler wortwörtlich mit dem „Kopf“ „schafft“, soll der Name davon abgeleitet sein. Genaues weiß aber niemand über den Ursprung des Namens für das Schafkopfspiel, und die Experten streiten sich immer noch. Aber wie das halt bei Volksspielen so ist, hat sich nie jemand die Mühe gemacht, für die Nachwelt etwas Schriftliches zu hinterlassen.